Kalorienfalle Tee: Weg vom Zuckerlöffel (08.03.10)

Tees gehören nach Kaffeeprodukten zu den beliebtesten Heißgetränken der Deutschen. Die Auswahl ist riesig: Neben den klassischen Schwarzteesorten und diversen Kräutertees stehen aromatisierte Früchtetees hoch in der Gunst der Verbraucher. Und die mögen ihren Tee gerne möglichst süß. «Diese Entwicklung ist fatal: Obwohl dem Körper Energie zugeführt wird, entsteht kein Sättigungsgefühl, da das Getränk zu kurz im Magen verweilt», warnt Christiana Gerbracht, Leiterin des Ernährungsberatungszentrums im Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Insbesondere Eltern sollten ihren Kindern erst gar nicht angewöhnen, gesüßten Tee zu trinken - denn damit steigt die generelle Vorliebe für süße Getränke.» Nicht nur Zucker, sondern auch Süßstoffen in Tabletten- oder Flüssigform steht die Ernährungsexpertin kritisch gegenüber: «Süßstoff kann man meistens schlechter dosieren und er steigert die Lust auf Süßes genauso wie echter Zucker. Zudem verzerrt er den natürlichen Geschmack der Speise oder des Getränks.»

Bei Tees, die bereits mit Süßholz gesüßt sind, rät sie aus medizinischen Gründen zur Vorsicht: «Süßholzwurzeln sind ein altes Heilmittel, das in medizinischen Tees beispielsweise bei Husten eingesetzt wird, weil es den Schleim löst. Sie haben allerdings auch eine Blutdrucksteigernde Wirkung, weshalb mit Süßholz versetzter Tee - ob als Heil- oder als Genussmittel - nicht in zu hohen Dosen konsumiert werden sollte. Insbesondere Schwangere, Diabetiker und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten den Verzehr mit ihrem Arzt absprechen.

Quelle: Netdoktor


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