Fett lebt! (14.03.08)

Speckrollen sind weit mehr als nur Energiespeicher. Vor allem das Bauchfett greift aktiv in den Stoffwechsel ein.

Ärzte haben immer dieses Patentrezept zur Hand. Zu hohe Cholesterin- und Zuckerwerte? Bluthochdruck? „Nehmen Sie ab!“, schallt es da unisono aus Medizinerkehlen. Aber woher kommt eigentlich diese seltene Einmütigkeit? Wie kann denn diese träge Masse an Fettzellen für so viel Krankheit zuständig sein?

Ganz einfach: Fett, vor allem das Bauchfett, ist nicht einfach nur anwesend. Es produziert eine Reihe von Stoffen, die unsere Gesundheit beeinflussen. „Vor allem das Bauchfett ist in dieser Hinsicht ziemlich aktiv“, bestätigt Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Bauchfett setzt zum Beispiel so genannte freie Fettsäuren frei. Je größer das Bauchfettpolster, desto mehr freie Fettsäuren gelangen ins Blut. Und von da etwa in Leber und Muskelzellen. Die Leber nimmt die Fettsäuren auf, gibt sie aber nicht mehr alle ab – sie verfettet.


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