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Menschen, die sowieso schon unter Übergewicht leiden, nehmen unter psychischer Anspannung oft noch weiter zu.
Der Job ist weg. Ein Erbschaftsstreit eskaliert. Die Kinder sind frech und ein Umzug steht an: raus aus dem Haus und rein in die Schuldenfalle. Nun heißt es wirklich, die Dinge in die Hand nehmen. Damit ist allerdings kein Schokoriegel gemeint. Und auch Pommes Frites und Schweinenackensteak sind denkbar schlechte Krisenmanager.
Trotzdem greifen viele Menschen in Situationen psychischer Anspannung häufig zu Hochkalorischem und nehmen so zu allem Überfluss auch noch an Gewicht zu. Betroffen sind vor allem Männer und Frauen, die auch zuvor schon mit den Kilos zu kämpfen hatten. Das hat Jason Block von der Harvard University (USA) in einer neuenjährigen Studie mit 1335 Teilnehmern gezeigt.
Block bemerkte einen Unterschied zwischen den Geschlechtern bezüglich der Stress-Auslöser. Bei Frauen zählten dazu beispielsweise innerfamiliäre Spannungen, Druck im Berufsleben, unbezahlte Rechnungen oder einengende Lebensumstände. Männer sind häufig aus Job-bedingten Gründen angespannt. Zum Beispiel wenn ihnen Autoritäten entzogen werden, sie keine neuen und interessanten Aufgaben bekommen oder die allgemeinen Anforderungen einfach zu hoch sind.
Menschen, die psychisch gestresst sind, neigen oft dazu, ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen oder auch die Speisen, die sie konsumieren. Wobei dünnere Menschen von diesem Problem in der Regel weniger stark betroffen sind. Die Mediziner wollen erreichen, dass Stress als Risikofaktor für Übergewicht mehr Aufmerksamkeit bekommt. Außerdem denken sie, dass eine Reduktion des Drucks bei der Arbeit ein wichtiger Teil von Abnehmprogrammen sein sollte.
Quelle: Sophie Kelm / Harvard University / GesundheitPro;
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Bauchfett durch Sozialstress (05.08.09) Auf bestimmte Getränke verzichten (10.06.09)
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