Wer seinen TV-Konsum halbiert, verbraucht mehr Kalorien und nimmt leichter ab. Das zeigten amerikanische Forscher. Sie bauten in die Fernseher ihrer Studienteilnehmer automatische "Abschalter" ein.

Ist eine "Fernseh-Sperre" die Geheimwaffe im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)? Amerikanische Forscher wollten es genau wissen. Sie baten 36 Erwachsene mit einem BMI (Body Mass Index) zwischen 25 und 50, die nach eigenen Angaben täglich mindestens drei Stunden vor dem Fernseher saßen, an einer Studie teilzunehmen.

Drei Wochen lang wurde der tägliche Fernsehkonsum der Studienteilnehmer exakt protokolliert. Außerdem ermittelten die Forscher, wie viele Kalorien jeder Teilnehmer täglich zu sich nahm – und, mittels eines Bewegungssensors, wie viel er sich bewegte.

Anschließend wurden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip auf zwei Gruppen verteilt. 20 von ihnen bauten die Forscher einen "Abschalter" ins Fernsehgerät ein: Hatten sie die Hälfte ihrer wöchentlichen Fernsehdosis erreicht, blieb der Bildschirm dunkel. Die übrigen 16 Teilnehmer durften weiter fernsehen wie gehabt.

Nach weiteren drei Wochen stellte sich heraus: Der reduzierte TV-Konsum ging mit einer geringeren Kalorienaufnahme (240 Kilokalorien weniger pro Tag) und einem erhöhten Energieverbrauch einher. Tatsächlich war auch ein geringfügiger Rückgang des Körpergewichts zu verzeichnen: Der BMI nahm um 0,25 ab, während er sich bei den Teilnehmern, die ihre Fernsehgewohnheiten beibehielten, praktisch nicht veränderte.

PS: In Deutschland saßen die Menschen im Jahr 2009 pro Tag durchschnittlich 212 Minuten vor dem Fernseher (Quelle: Media Control).

Quelle: A.Baum / www.diabetes-ratgeber.net




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