Nur ein paar Schritte mehr jeden Tag verhindern langfristig Fettleibigkeit und senken das Diabetesrisiko. Zu diesem Schluss kamen australische Forscher des Murdoch Childrens Research Institute in einer Langzeitstudie. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "British Medical Journal" erschienen (doi: 10.1136/bmj.c7249).
Die Daten der Studie stammten von insgesamt 592 Männern und Frauen im durchschnittlichen Alter von 50 Jahren, die in den Jahren 2000 bis 2005 an einer landesweiten Diabetes-Studie teilgenommen hatten. Zu Beginn mussten die Probanden einen detaillierten Fragebogen zu Ess- und Lebensgewohnheiten ausfüllen und sich einer Untersuchung ihres Gesundheitszustandes unterziehen. Zudem bekamen sie ein Schrittzähler (Pedometer) und eine Anleitung, wie es zu benutzen sei.
Nach fünf Jahren untersuchten die Forscher die Teilnehmer erneut. Wer seine tägliche Schrittzahl im Vergleich zum Studienbeginn gesteigert hatte, wies nun einen geringeren Body-Mass-Index (BMI), ein geringeres Taille-Hüfte-Verhältnis und eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Insulin auf. Die Veränderungen waren unabhängig von der Energieaufnahme über die Ernährung. Die Forscher sehen als Ursache vielmehr die Verringerung des Übergewichts dank des aktiveren Lebensstils.
"Die Ergebnisse bestätigen, dass eine gesteigerte tägliche Schrittzahl sich günstig auf Übergewicht und das damit verbundene Diabetes-Risiko auswirken", so die Autoren. Sie empfehlen daher älteren Erwachsenen, vermehrt körperlich aktiv zu sein.
Verschiedene Arbeiten haben bereits gezeigt, dass Bewegung BMI und Insulin-Resistenz verringern kann. Die aktuelle Studie ist die erste, welche die langfristigen Auswirkungen einer gesteigerten körperlichen Aktivität untersucht hat.