Als Übergewicht gilt laut Weltgesundheitsorganisation ein BMI (Körpermasseindex) ab 25. Krankhaft übergewichtig (adipös) ist, wer einen BMI von 30 und mehr hat. Adipositas ist eine ernst zu nehmende Gesundheitsbelastung, die unbehandelt das Erkrankungsrisiko für zahlreiche schwere und chronisch verlaufende Folgeerkrankungen deutlich hebt. Bei ihrer Entstehung spielen soziokulturelle Gegebenheiten, erbliche Veranlagung, Lebens- und Essgewohnheiten der Herkunftsfamilie sowie individuelle Verhaltensweisen eine bedeutende Rolle.
Eine Verhaltensweise, die durch psychische Probleme verursacht wird, ist die Esssucht. Sie wird zu den psychosomatischen Erkankungen gezählt und geht mit Heißhungeranfällen einher, in denen Betroffene innerhalb kürzester Zeit große Nahrungsmengen verschlingen. Dies verursacht die Adipositas. Von dieser Essstörung sind nur etwa 5 Prozent der Adipösen betroffen.