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Der Mensch isst nicht nur, wenn er hungrig ist. Auch Langeweile, Kummer; Stress und Gewohnheit treiben uns an den Kühlschrank. Dabei gibt es viele kalorienfreie Strategien, um negativen Gefühlen zu entkommen.
Ernährungstagebuch führen
In welchen Situationen und aus welchen Gründen Sie zu viel essen, finden Sie am besten heraus, wenn Sie einige Tage ein Ernährungstagebuch führen. Notieren Sie alles, was Sie zu sich nehmen und auch, welcher Impuls und welches Bedürfnis hinter Ihrer Esslust stecken.
Mitunter hilft schon das akribische Notieren der Lebensmittel und Mengen beim Kaloriensparen, weil Sie bewusster essen und mehr genießen. So ziehen sie mehr Befriedigung aus dem Verzehrten und können vielleicht auf die nächste Knabberei verzichten.
Alternativen zum Essen suchen
Essen dient oft als Ersatz für andere Bedürfnisse, die sich eigentlich auch ohne unnötigen Kalorienkonsum befriedigen lassen. Wer zum Trost, aus Stress oder Langeweile futtert, sollte sich andere Wege suchen, um mit negativen Gefühlen umzugehen. Tröstender als jede Schokolade ist eine Umarmung oder ein guter Freund, dem Sie Ihr Herz ausschütten. Sie können sich aber auch selbst Trost spenden, ohne gleich zum nächsten Lebensmittel zu greifen: Schreiben Sie sich Ihren Kummer von der Seele, lesen Sie ein Buch, das Sie auf heitere Gedanken bringt, verkriechen Sie sich nicht in ihrem Schneckenhaus, sondern seien Sie aktiv.
Bewegung ist ein hervorragendes Mittel gegen Trübsal. Moderates Ausdauertraining hilft auch, die hungerfördernden Stresshormone im Körper abzubauen. Wenn Sie ein Stressesser sind, sollten Sie in den Arbeitspausen einen flotten Spaziergang unternehmen. Das vertreibt die Anspannung, macht den Kopf frei - und das Stück Kuchen am Nachmittag vielleicht überflüssig.
Auch Langweile lässt sich mit anderen Dingen als mit Nahrungsaufnahme vertreiben. Wer mit etwas beschäftigt ist, das ihn interessiert und ausfüllt, vergisst das Essen sogar sehr schnell.
Mit schlechten Gewohnheiten brechen
Gewohnheitsesser hingegen sollten gezielt versuchen, mit ihren Gewohnheiten zu brechen. Verschieben Sie Ihre Essenszeiten, essen Sie andere Dinge als normalerweise. So können Sie wieder ein echtes Hungergefühl entwickeln.
Geben Sie Ihren Impulsen nicht immer sofort nach, zum Beispiel greifen Sie nicht sofort zur Chipstüte vor dem Fernseher. Oft ist die größte Esslust nach zehn Minuten verschwunden. Bei solchen Automatismen reicht oft eine dreitägige "Abstinenz" aus, um die unmittelbare Verknüpfung von Fernsehen = Chips im Gehirn zu schwächen. Dann wird es Ihnen mit jedem Tag leichter fallen, auf die überflüssige Knabberei zu verzichten. Noch stärker ist der Effekt, wenn Sie die kulinarischen Gewohnheit gegen etwas anderes Angenehmes tauschen: Zum Beispiel Fernsehen und sich vom Partner massieren lassen oder nach Hause kommen und eine Entspannungsübung absolvieren.
Gewohnheiten haben viel Macht über den Alltag. Drehen Sie den Spieß um und eigenen Sie sich positive Rituale an. Wenn Sie sich Alternativen zum Daueressen angewöhnen, schwinden überflüssige Pfunde auch ohne Diät.
Quelle: Netdoktor
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